Was ist das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen?

 

Das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen (BZGL) ist ein bundesweit agierendes Forschungs- und Entwicklungszentrum, das dazu beiträgt, die Qualität von Geschichts- und Politikunterricht sowie der Geschichts- und Politikdidaktik in Österreich nachhaltig zu verbessern.

 

Das BZGL existiert an der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig seit 2013. Es führt die Arbeit der Vorläuferorganisation „Zentrale Arbeitsstelle für Geschichtsdidaktik und Politische Bildung“ (ZAG) fort und wird vom Bundesministerium für Bildung und der PH Salzburg Stefan Zweig finanziert.

 

Das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen betreibt geschichtsdidaktische, politikdidaktische, geschichts- und bildungswissenschaftliche Grundlagenforschung und lässt diese in die Aus-, Fort- und Weiterbildung der österreichischen Lehrer*innen fließen. Aus diesem Grund arbeitet das Bundeszentrum eng mit dem Bundesministerium für Bildung, den Pädagogischen Hochschulen sowie mit relevanten Universitätseinrichtungen in ganz Österreich zusammen, um einen optimalen Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung/ Lehre und den Bedürfnissen der Unterrichtspraxis zu erreichen.

 

Diese Bestrebungen sind innerhalb des europäischen Raums anerkannt und wirksam geworden. Der Eurydice-Bericht der EACEA „Citizenship Education at School in Europe“ führt das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen als die österreichische Institution im Rahmen der Top level coordinating bodies for CPD, including on citizenship education, 2016/17 auf.

 

Forschung - Entwicklung - Vernetzung

Das BZGL versteht sich mit seinen Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Vernetzung als ein fachspezifisches Kompetenzzentrum für das Unterrichtsfach „Geschichte und Sozialkunde/ Politische Bildung“ und die verwandten Fächer in allen Schulstufen und Schultypen. Zudem wird das Unterrichtsprinzip "Politische Bildung" unterstützt und es werden Maßnahmen zur Etablierung eines fachwissenschaftlichen Diskurses für den gesellschaftswissenschaftlichen Anteil im Sachunterricht der Primarstufe gesetzt.

 

Tätigkeiten des BZGL

In den vergangenen Jahren hat das Bundeszentrum für Gesellschaftliches Lernen viele Impulse gesetzt, die in folgenden Bereichen zu verorten sind:

 

 

Konzeptionelle Weiterentwicklung der fachdidaktischen Grundlagen innerhalb des nationalen und internationalen Diskurses (Subjektorientierung, Historisches Wissen, Individualisierung und Differenzierung, Leistungsfeststellung, etc.)

Implementierung von domänenspezifischen und kompetenzorientierten Unterrichtsformaten für die Bereiche "Geschichte, Sozialkunde/ Politische Bildung"  in der Sekundarstufe I und II für Neue Mittelschulen/ gymnasiale Unterstufe, gymnasiale Oberstufe, Handelsakademien, Maturareform etc.

 

Organisation und Durchführung von Arbeitstagungen der Lehrenden des Faches Geschichte/ Geschichtsdidaktik/ Politische Bildung an den Pädagogischen Hochschulen und an Universitäten in Österreich (in Zusammenarbeit mit der PH Salzburg).

 

Fachdidaktische Betreuung der wissenschaftlichen FachzeitschriftenHistorische Sozialkunde. Geschichte - Fachdidaktik - Politische Bildung

 Etablierung kontinuierlicher wissenschaftlicher Beiträge zur Geschichtsdidaktik/ Politischen Bildung sowie geschichtsdidaktische Betreuung der thematischen Schwerpunkte der Zeitschrift „Informationen zur Politischen Bildung in Zusammenarbeit mit dem Forum Politische Bildung

 

Arbeits-/ Forschungskooperation zwischen den Pädagogischen Hochschulen und universitären Einrichtungen, die mit geschichts-/politikdidaktischen Aufgaben/ Wissenschaft betraut sind (z.B. Orientierungskompetenz, Diagnoseaufgaben für das Arbeiten mit Bildern).