Wissenschaftsorinetierung im Geschichtsunterricht

Die Fragen rund um die fachspezifische Kompetenzorientierung der letzten Jahre, setzten auch die Frage nach der Wissenschaftsorinetierung wieder auf die Agenda der geschichtsdidaktischen Auseinandersetzung  

Seit den 1970er Jahren wird in der Bildungsdiskussion verstärkt Wissenschaftsorientierung von schulischem Unterricht gefordert. Nach der Einführung des Begriffes in den Bildungsdiskurs kam es allerdings bald zu einer Engführung im Verständnis von Wissenschaftsorientierung. Hinsichtlich des Lernens von Geschichte wird unter Wissenschaftsorientierung heute oft noch verstanden, dass Ergebnisse der historischen Forschung didaktisch reduziert im Unterricht „vermittelt“ werden sollen oder dass Lehrer/innen im Geschichtsunterricht stets empirisch, narrativ und normativ triftige historische Narrationen erzählen. Dieser uneinlösbar hohe Anspruch geht von einem inhaltsorientiertem Verständnis von Geschichtsunterricht aus. Der Kern des Unterrichtsfaches Geschichte besteht allerdings nicht aus Inhalten, sondern vielmehr aus historischen Denkprozessen, die zum Aufbau eines reflektierten Geschichtsbewusstseins führen sollen. In diesem Projekt wird die Frage danach gestellt, was vor diesem Hintergrund Wissenschaftsorientierung von Geschichtsunterricht für das 21. Jahrhundert bedeuten kann.

 

Laufzeit: 2014-2016

 

Leitung: Dr. Roland Bernhard